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STROMSPERRE – DAS SOLLTEST DU WISSEN

Eine Stromsperre ist ganz schön unangenehm: Kein Licht, kein warmes Wasser, keine saubere Wäsche, die Küche bleibt kalt und der Kühlschrank aus. Schon ab Stromschulden von 100 Euro kann es passieren, dass dir dein Versorger den Strom abstellt.

Was ist eine Stromsperre?

Rotes X im Hintergrund mit Blitz und Stecker

Stromsperre ist der Begriff dafür, wenn der Energieversorger eine Person, einen Betrieb oder eine Firma aufgrund unbezahlter Rechnungen nicht mehr mit Strom beliefert. Laut der Bundesnetzagentur wird jährlich mehreren hunderttausend Haushalten der Strom gesperrt.

Ein Grund dafür sind die steigenden Energiekosten. Besonders häufig sind deshalb Menschen mit geringem Einkommen von einer Stromsperre betroffen. Doch auch für junge Erwachsene, z. B. Auszubildende oder Studenten, ist das ein Thema. Sie haben meist wenig Geld und/oder schätzen die Kosten der ersten eigenen Wohnung falsch ein.

Durch die Pandemie und die Energiekrise sind auch immer mehr Menschen aus der Mittelschicht von Stromsperren gefährdet.

Wann darf der Strom gesperrt werden?

Die Voraussetzungen für eine Stromsperre sind in § 19 der Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) klar geregelt.

Eine Stromsperre ist zulässig, wenn:
  • du deinem Stromanbieter mindestens zwei Abschläge, oder mindestens ein Sechstel deiner Jahresrechnung. Die Summe der Abschläge oder des Betrags von der Jahresrechnung muss mindestens 100 Euro betragen.
  • keine Einwände gegen die Forderung deines Versorgers vorliegen.
  • du deinen Stromanbieter nicht erkennen lässt, dass du deiner Zahlungsverpflichtung nachkommen wirst.
  • du eine Mahnung, Sperrandrohung und Sperrankündigung erhalten hast (siehe "Wie läuft eine Stromsperre ab?").
  • dein Versorger dir eine Abwendungsvereinbarung angeboten hat.
  • die Stromsperre verhältnismäßig ist.

Laut § 19 des StromGVV darf dein Stromversorger den Strom nicht abstellen, „wenn die Folgen der Unterbrechung außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen", die Sperre also unverhältnismäßig wäre, "oder der Kunde darlegt, dass hinreichende Aussicht besteht, dass er seinen Verpflichtungen nachkommt.“

Eine Stromsperre ist dann unverhältnismäßig, wenn Gesundheit oder sogar Leben, von dir oder in deinem Haushalt lebenden Personen, durch das Abschalten des Stroms gefährdet sind. Darüber hinaus gibt es einige Härtefälle in denen der Strom nicht gesperrt werden darf. Ein solcher Härtefall kann zum Beispiel zutreffen, wenn du deinem Studium oder deiner Arbeit ohne Strom nicht mehr nachgehen kannst. Im Zweifelsfall muss jedoch ein Gericht darüber entscheiden, ob ein Härtefall zutrifft.

Eine Stromsperre ist unzulässig, wenn du deinem Stromversorger glaubhaft vermitteln kannst, dass du deine Rechnung in Kürze bezahlen kannst, weil z. B. bald dein Gehalt ausgezahlt wird oder du eine Abwendungsvereinbarung abgeschlossen hast.

Eine Stromsperre, die Gesundheit oder Leben von Kindern, die in deinem Haushalt leben, bedroht, wäre unzulässig. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Heizung durch die Stromsperre nicht mehr funktionieren würde. Im Zweifelsfall entscheidet hier jedoch das Gericht, ob es für deinen Versorger tatsächlich unzulässig ist, deinen Stromanschluss zu sperren.

Bevor dein Versorger deinen Strom sperren darf, ist er dazu verpflichtet dir eine Abwendungsvereinbarung anzubieten. Mit der Abwendungsvereinbarung kannst du deine Stromschulden zinsfrei in Raten abbezahlen.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Stromsperre zulässig ist, wende dich an die Verbraucherzentrale, einen Anwalt oder die Schlichtungsstelle Energie e.V..

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Weil du deinen Strom bei der EnergieRevolte bezahlst, bevor du ihn verbrauchst, haben neue Stromschulden keine Chance. Auch Nachzahlungen oder Mahnungen gibt es mit uns nicht.

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Stromsperre, was jetzt?

Dein Strom ist bereits gesperrt? Höchste Zeit zu handeln! Hier findest du einige Tipps was du jetzt tun kannst um möglichst schnell wieder ans Netz zu kommen – und was du auf gar keinen Fall tun solltest.

  • Spreche mit deinem Stromversorger.
    Erkläre ihm deine Situation und frage nach, wie ihr schnell eine Einigung erreichen könnt. Manchmal hilft schon eine Anzahlung damit dein Stromanschluss wieder entsperrt wird.
  • Handele eine Ratenzahlung für deine Stromschulden aus:
    Wenn du deine Stromschulden nicht auf einmal bezahlen kannst, gibt es häufig die Möglichkeit, eine Ratenzahlung auszuhandeln.
    Aber Achtung: In der Regel erlauben Stromversorger keine Ratenzahlungen auf offene Abschläge, sondern nur auf Forderungen aus der Jahresendabrechnung. Achte auch darauf, dass du die Raten neben den laufenden Abschlägen wirklich bezahlen kannst.
  • Bitte das örtliche Jobcenter oder Sozialamt um Hilfe.
    Dort kannst du einen Antrag auf Übernahme der Energieschulden stellen. Das geht auch, wenn du Arbeitnehmer bist, aber nur ein geringes Einkommen hast. Üblicherweise erfolgt die Kostenübernahme als Darlehen. Das heißt, du musst den Betrag wieder zurückzahlen.
  • Hol dir Hilfe!
    Die Verbraucherzentrale, ein Anwalt oder die Schlichtungsstelle Energie e.V. können dir helfen, wenn du dir z.B. nicht sicher bist, ob die Stromsperre gerechtfertigt ist.
  • Überweisungsträger oder Stempel darauf fälschen.
  • ungedeckte Schecks einreichen.
  • dem mit der Sperrung beauftragten Techniker die Tür nicht öffnen. Macht die Sache nur noch schlimmer. Du riskierst weitere Kosten! Dein Versorger kann dir Anfahrtskosten oder Kosten für einen Gerichtsvollzieher in Rechnung stellen.
  • an deinem Stromzähler rumschrauben. Absolut lebensgefährlich – Stromschlaggefahr!

Mit all diesen kleinen Gaunereien kannst du zwar vielleicht den einen oder anderen Tag Zeit schinden, sie sind aber nicht nur höchst illegal, sondern teilweise sogar gefährlich. Höre nicht auf irgendwelche zwielichtigen Empfehlungen aus dem Internet, hol dir lieber schnell professionelle Hilfe!

Eine Stromsperre dauert so lange, bis dein Stromversorger das geschuldete Geld erhalten hat. In der Regel wird dein Stromanschluss aber auch dann freigegeben, wenn dein Stromversorger davon ausgehen kann, dass du deine Stromschulden bezahlen wirst, z. B. weil du mit deinem Versorger eine Abwendungsvereinbarung abgeschlossen hast.

Wie kann ich eine Stromsperre verhindern?

rotes X im Hintergrund davor zwei Stecker und eine Absperrung

Am Tag der Stromsperre kannst du nicht mehr verhindern, dass dein Strom abgeschaltet wird. Zahlst du deine Schulden direkt nach dem Sperren, wirst du in der Regel aber schnell wieder entsperrt. Die meisten Stromanschlüsse, die gesperrt werden, werden auch nach kurzer Zeit wieder geöffnet.

Es ist jedoch viel einfacher, einen Stromausfall zu verhindern, als einen gesperrten Anschluss wieder zu öffnen. Denn: Sperren und Freischalten kostet Geld! Im Durchschnitt musst du jedes Mal 50 Euro – also insgesamt etwa 100 Euro oder mehr – bezahlen, zusätzlich zu den Mahngebühren. Versuche daher unter allen Umständen zu vermeiden, dass es dazu kommt.

Wenn die Sperre schon angedroht ist

Wenn Sperrandrohung oder -ankündigung auf deinem Tisch liegt, ist es höchste Eisenbahn! Doch auch jetzt hast du immer noch die Möglichkeit, die drohende Sperre abzuwenden, wenn du deine Stromschulden bezahlst.

Das kannst du tun:

Kontaktiere sofort deinen Stromversorger, sobald du das Geld überwiesen hast. Bei einer Überweisung kann es einen Tag dauern, bis die Zahlung beim Stromversorger ankommt. Am besten schickst du direkt einen Nachweis deiner Überweisung per E-Mail oder Fax. Achte darauf, dass er einen Nachweis enthält, dass die Überweisung tatsächlich ausgeführt wurde, z. B. einen Stempel der Bank "Auftrag ausgeführt".

Auf Nummer sicher gehst du, wenn du deine Stromschulden bei deinem Stromanbieter vor Ort bar bezahlst. Die meisten Stadtwerke z. B. haben ein Kundencenter, in dem eine Bareinzahlung möglich ist.

Falls dein Stromversorger kein Kundencenter hat, kannst du das Geld auch in einer Bankfiliale bar einzahlen. Manche Banken verlangen dafür jedoch eine Gebühr.

Wie läuft eine Stromsperre ab?

Eine Stromsperre kommt nie ohne Ankündigung, denn auch für deinen Energieversorger ist das Abschalten des Stroms sehr aufwändig und teuer. Der Ablauf einer Stromsperre ist gesetzlich genau geregelt. Hast du deine Stromrechnung trotz mehrerer Mahnungen nicht bezahlt passiert folgendes:

  • 1

    Sperrandrohung

    Mindestens vier Wochen bevor dein Energieversorger dir den Strom abschaltet, flattert dir die sogenannte Sperrandrohung ins Haus. In diesem Brief kündigt dir dein Stromversorger an, dass er deinen Strom abstellen wird, wenn du deine Stromschulden nicht bezahlst.
  • 2

    Sperrankündigung

    Acht Tage bevor dein Strom abgeschaltet wird, erhältst du einen Brief mit dem konkreten Datum, an dem dein Strom gesperrt wird. Auch jetzt hast du immer noch die Möglichkeit deine Stromschulden zu bezahlen und so die Stromsperre zu vermeiden.
  • 3

    Sperre

    Wenn du deine ausstehenden Rechnungen trotz Sperrandrohung und Sperrankündigung nicht bezahlt hast, wird dein Stromanschluss zu dem angekündigten Termin gesperrt. Dafür kommt ein Mitarbeiter des Netzbetreibers im direkten Auftrag des Stromversorgers zu dir nach Hause und trennt dich vom Stromnetz.

Abhängig davon, was für einen Stromzähler du hast, hat dein Energieversorger mehrere Möglichkeiten, wie er deinen Strom sperren kann:

  • Hauptsicherungen herausnehmen und durch "Schutzkappen" ersetzen.
    Dies ist die häufigste Art der Stromunterbrechung. Sie kann besonders schnell rückgängig gemacht werden.
  • Ausbau des Stromzählers.
    Der Ausbau des Stromzählers ist aufwändig. Deshalb wird diese Methode in der Regel erst angewendet, wenn dein Strom bereits häufig gesperrt, oder der Zähler manipuliert wurde. Um dich nach dem Ausbau des Zählers wieder an das Stromnetz anzuschließen, können u. a. weitere Formalien (z. B. ein Inbetriebsetzungsantrag durch den Eigentümer) notwendig sein.

Wie viel kostet ein Stromsperre?

Icon zu Kosten einer Stromsperre

Wenn dein Stromanbieter den Strom abstellt, kann das ganz schön teuer werden. Durchschnittlich berechneten Stromversorger laut Bundesnetzagentur 2014 47 Euro für das Sperren eines Anschlusses. Die höchsten Kosten lagen dabei bei 146 Euro! Auch das Entsperren wird dir von deinem Versorger in Rechnung gestellt. Durchschnittlich 100 Euro musst du dafür einkalkulieren.

Auf die Kosten für das Sperren und Entsperren kommen zusätzlich auch noch die Kosten für die Mahnungen. Mahnkosten, die dein Stromversorger für eine nicht oder zu spät bezahlte Rechnung einfordert, musst du grundsätzlich bezahlen.

Aber Vorsicht:

Pro Mahnung darf dir dein Versorger nur die Kosten für das Mahnen selbst, also Papier, Druck und Versand der Mahnung in Rechnung stellen. Das sind in etwa 2,50 Euro.

Hast du mehrere Mahnungen erhalten, musst du nur die Mahnkosten für bis zu drei Mahnungen bezahlen. Hat dein Energieversorger ein Inkassobüro zum Eintreiben der offenen Rechnungen eingeschaltet, können jedoch weitere Kosten auf dich zukommen.

Wie kann ich eine Stromsperre vermeiden?

Vermeidung von Stromschulden

Der einfachste Weg, einen Stromausfall zu vermeiden, ist, gar nicht erst in die Situation zu kommen, dass du deine Rechnung nicht bezahlen kannst. Mit diesen Tipps kannst du Stromschulden vermeiden:

  • Sieh dir deine Einnahmen und Ausgaben für jeden Monat in einem Haushaltsbuch an. Anstelle eines klassischen Haushaltsbuchs kannst du natürlich auch eine Haushalts-App verwenden.
  • Trage genau den Betrag ein, den du monatlich für Miete, Nebenkosten, Strom, Versicherungen usw. benötigst.
  • Prüfe, dass deine Ausgaben deine Einnahmen nicht übersteigen.
  • Schau dir regelmäßig deine Zählerstände an, um einen Überblick über deinen Verbrauch zu behalten.
  • Versuche, Energie zu sparen, indem du sie effizienter nutzt.
  • Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, das eine oder andere Gerät zu ersetzen.
  • Prüfe, ob du Anspruch auf staatliche Hilfen wie Wohngeld, Grundsicherung oder Ähnliches hast.
  • Bitte das Jobcenter oder das Sozialamt, deine Kürzungen direkt an den Energieversorger zu überweisen. Dazu kannst du einen formlosen Antrag direkt bei der jeweiligen Behörde stellen. So kannst du sicher sein, dass deine Abzüge pünktlich und zuverlässig ausgezahlt werden.

Mit dem Prepaid-Strom von EnergieRevolte bist du auf der sicheren Seite. Indem du deinen Strom bezahlst, bevor du ihn verbrauchst, vermeidest du Stromschulden. Das schützt dich vor hohen Zusatzkosten. Prepaid-Strom bietet dir außerdem viele weitere Vorteile

So funktioniert´s