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Ratgeber

STROMSPERRE – DAS SOLLTEST DU WISSEN

Eine Stromsperre ist ganz schön unangenehm: Kein Licht, kein warmes Wasser, keine saubere Wäsche, die Küche bleibt kalt und der Kühlschrank aus. Schon ab Stromschulden von 100 Euro kann es passieren, dass dir dein Versorger den Strom abstellt.

Was ist eine Stromsperre?

Rotes X im Hintergrund mit Blitz und Stecker

Stromsperre ist der Begriff dafür, wenn der Energieversorger eine Person, einen Betrieb oder eine Firma aufgrund unbezahlter Rechnungen nicht mehr mit Strom beliefert. Laut der Bundesnetzagentur wird jährlich in 330.000 bis 350.000 Haushalten der Strom gesperrt.

Ein Grund dafür sind die steigenden Energiekosten. Besonders häufig sind deshalb Menschen mit geringem Einkommen von einer Stromsperre betroffen. Doch auch für junge Erwachsene, z. B. Auszubildende oder Studenten, ist das ein Thema. Sie haben meist wenig Geld und/oder schätzen die Kosten der ersten eigenen Wohnung falsch ein.

Wie läuft eine Stromsperre ab?

Eine Stromsperre kommt nie ohne Ankündigung, denn auch für deinen Energieversorger ist das Abschalten des Stroms sehr aufwändig und teuer. Der Ablauf einer Stromsperre ist gesetzlich genau geregelt. Hast du deine Stromrechnung trotz mehrerer Mahnungen nicht bezahlt passiert folgendes:

  • 1

    Sperrandrohung

    Mindestens vier Wochen bevor dein Energieversorger dir den Strom abstellt, erhältst du zu Hause eine sogenannte Abschaltandrohung. In diesem Brief kündigt dein Stromversorger an, dass er dir den Strom abstellen wird, wenn du deine Stromschulden nicht bezahlst.
  • 2

    Sperrankündigung

    Drei Tage bevor dein Strom abgeschaltet wird, erhältst du einen Brief mit dem konkreten Datum, an dem dein Strom abgeschaltet wird. Dann hast du noch auch die Möglichkeit, deine Stromschulden zu begleichen und so die Stromsperre zu verhindern.
  • 3

    Sperre

    Wenn du trotz Androhung und Ankündigung der Abschaltung deine Rechnungen nicht verspätet bezahlt hast, wird dein Stromanschluss zum angekündigten Datum abgeschaltet. Dazu kommt ein Mitarbeiter des Netzbetreibers im direkten Auftrag des Stromanbieters zu dir nach Hause und schaltet den Strom ab.

Je nachdem, welche Art von Stromzähler du hast, hat dein Energieversorger mehrere Möglichkeiten, deinen Strom zu blockieren:

    • Hauptsicherungen herausnehmen und durch "Schutzkappen" ersetzen.
      Dies ist die häufigste Art der Stromunterbrechung. Sie kann besonders schnell rückgängig gemacht werden.
    • Demontage des Stromzählers.
      Der Ausbau des Stromzählers ist ein komplizierter Vorgang. Deshalb wird diese Methode in der Regel nur angewandt, wenn dein Strom schon oft abgeschaltet wurde oder der Zähler manipuliert wurde. Um dich nach dem Ausbau des Zählers wieder an das Stromnetz anzuschließen, können insbesondere weitere Formalitäten erforderlich sein (z. B. ein Antrag auf Inbetriebnahme durch den Vermieter).

Strom Trotz Sperre

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Dein Stromversorger stresst dich oder hat dich blockiert? Er kann dich nicht davon abhalten, zu EnergieRevolte zu wechseln. Werde Kunde bei uns und wir werden dafür sorgen, dass du schnellstmöglich wieder mit Strom versorgt wirst.

Sobald wir offiziell dein Stromlieferant sind, geht das Licht wieder an, egal ob du deine alten Schulden beglichen hast oder nicht. Mit der Energierevolte hast du einen guten Start, ohne Druck. Du kannst deine Schulden bei deinem alten Anbieter in aller Ruhe begleichen.

Da du deinen Strom bei EnergieRevolte bezahlst, bevor du ihn verbrauchst, haben neue Stromschulden keine Chance. Bei uns gibt es auch keine Zahlungsrückstände oder Mahnungen.

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Wie viel kostet ein Stromsperre?

Icon zu Kosten einer Stromsperre

Wenn dein Stromversorger den Strom abstellt, kann das sehr teuer werden. Laut der Bundesnetzagentur haben Stromanbieter im Jahr 2014 durchschnittlich 47 Euro für die Schließung eines Anschlusses berechnet. Die höchsten Kosten lagen bei 146 Euro! Auch die Entsperrung wird dir von deinem Versorger in Rechnung gestellt. Dafür musst du im Durchschnitt mit 100 Euro rechnen.

Zu den Kosten für das Sperren und Entsperren kommen auch noch die Mahngebühren hinzu. Du musst immer die Mahngebühren bezahlen, die dein Stromversorger für eine nicht oder zu spät bezahlte Rechnung verlangt.

Aber Vorsicht:

Bei einer Mahnung darf dein Anbieter dir nur die Kosten für die Mahnung selbst in Rechnung stellen, also für das Papier, den Druck und den Versand der Mahnung. Das sind etwa 2,50 Euro.

Wenn du mehrere Mahnungen erhalten hast, musst du nur die Mahngebühren für bis zu drei Mahnungen bezahlen. Wenn dein Energieversorger ein Inkassobüro beauftragt hat, die offenen Rechnungen einzutreiben, kann es allerdings sein, dass du zusätzliche Gebühren zahlen musst.

Wann kann der Strom gesperrt werden?

Die Voraussetzungen für eine Stromsperre sind in § 19 der Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) klar geregelt.

Eine Stromsperre ist zulässig, wenn:

  • Du hast die Kündigungsfrist nicht eingehalten.
  • du schuldest deinem Stromanbieter mindestens 100 Euro.
  • Du lässt deinen Stromanbieter nicht erkennen, dass du deiner Zahlungsverpflichtung nachkommen wirst.
  • Du hast eine Drohung mit einer Stromsperre und einen Bescheid über die Stromsperre erhalten.
    (siehe "Wie läuft eine Stromsperre ab?")
  • Die Stromsperre ist verhältnismäßig.

Gemäß § 19 StromGVV darf dein Stromversorger den Strom nicht abstellen, "wenn die Folgen der Unterbrechung außer Verhältnis zur Schwere des Verstoßes stehen oder wenn der Kunde nachweist, dass hinreichende Aussicht besteht, dass er seinen Verpflichtungen nachkommen wird".

Der erste Teil dieses Satzes ist schwer zu interpretieren. Im Zweifelsfall muss ein Gericht entscheiden, ob er auf deinen Fall zutrifft. Er ist nur dann eindeutig, wenn deine Gesundheit oder sogar dein Leben oder das Leben von Personen, die in deinem Haushalt leben, durch die Stromsperre gefährdet wird. Manchmal verzichten die Stromversorger aufgrund dieses Absatzes auf die Abschaltung, wenn in deinem Haushalt kleine Kinder leben.

Der zweite Teil ist dagegen eindeutig: Wenn du deinen Stromversorger davon überzeugen kannst, dass du deine Rechnung bald bezahlen kannst, z. B. weil dein Gehalt bald überwiesen wird, wird dein Stromversorger den Anschluss nicht sperren. Auch eine Ratenzahlungsvereinbarung oder eine Anzahlung können eine Möglichkeit sein, die Sperrung zu vermeiden.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Stromsperre zulässig ist, wende dich an die Verbraucherzentrale, einen Anwalt oder die Schlichtungsstelle Energie e.V..

Stromsperre, was nun?

Ist dein Strom schon gesperrt? Dann ist es höchste Zeit zu handeln! Hier findest du einige Tipps, was du jetzt tun kannst, um so schnell wie möglich wieder ans Netz angeschlossen zu werden - und was du auf keinen Fall tun solltest.

  • Spreche mit deinem Stromversorger..
    Erkläre ihm deine Situation und frage, wie ihr schnell zu einer Einigung kommen könnt. Manchmal reicht schon eine Anzahlung, um deinen Stromanschluss zu entsperren.
  • Handele eine Ratenzahlung für deine Stromschulden aus:
    Wenn du deine Stromschulden nicht auf einmal bezahlen kannst, ist es oft möglich, eine Ratenzahlung auszuhandeln.
    Aber Vorsicht: In der Regel erlauben die Stromanbieter keine Ratenzahlungen auf offene Abzüge, sondern nur auf Forderungen aus der Jahresendabrechnung. Achte auch darauf, dass du die monatlichen Raten tatsächlich zusätzlich zu den laufenden Abbuchungen bezahlen kannst.
  • Bitte das örtliche Jobcenter oder den Sozialdienst um Hilfe.
    Dort kannst du einen Antrag auf Übernahme von Energieschulden stellen. Dies ist auch möglich, wenn du zwar abhängig beschäftigt bist, aber nur ein geringes Einkommen hast. Üblicherweise erfolgt die Kostenübernahme in Form eines Darlehens. Das bedeutet, dass du den Betrag zurückzahlen musst.
  • Hilfe zur Selbsthilfe!
    Die Verbraucherzentrale, ein Anwalt oder die Schlichtungsstelle Energie e.V. können dir helfen, wenn du dir z.B. nicht sicher bist, ob die Stromsperre gerechtfertigt ist.
    • Falsche Überweisungen oder Stempel machen.
    • ungedeckte Schecks einzahlen.
    • Öffnen Sie dem Techniker, der die Sperrung vornehmen soll, nicht die Tür.
      Das macht die Sache nur noch schlimmer. Du riskierst weitere Kosten, indem du zum Beispiel Reisekosten oder sogar einen Gerichtsvollzieher in Rechnung stellst.
  • Den Stromzähler berühren - Gefahr eines Stromschlags!

All diese kleinen Betrügereien mögen dir vielleicht an dem einen oder anderen Tag etwas Zeit ersparen, aber sie sind nicht nur höchst illegal, sondern manchmal sogar gefährlich. Höre nicht auf dubiose Empfehlungen, die du im Internet findest, sondern lass dir lieber schnell von einem Profi helfen!

Eine Stromsperre dauert so lange, bis dein Stromversorger das geschuldete Geld erhalten hat. In der Regel wird dein Stromanschluss aber auch dann freigegeben, wenn dein Stromversorger davon ausgehen kann, dass du deine Stromschulden bezahlen wirst, z. B. weil du mit deinem Versorger einen Ratenzahlungsvertrag abgeschlossen hast.

Wie Sie eine Stromsperre vermeiden können?

rotes X im Hintergrund davor zwei Stecker und eine Absperrung

Am Tag der Stromsperre kannst du nicht mehr verhindern, dass der Strom abgeschaltet wird. Wenn du aber direkt nach dem Stromausfall deine Nachzahlungen leistest, wird der Strom in der Regel schnell wieder freigeschaltet. Die meisten Stromleitungen, die abgeschaltet werden, werden auch kurz danach wieder geöffnet.

Es ist jedoch viel einfacher, einen Stromausfall zu verhindern, als einen gesperrten Anschluss wieder zu öffnen. Denn: Sperren und Freischalten kostet Geld! Im Durchschnitt musst du jedes Mal 50 Euro - also insgesamt etwa 100 Euro oder mehr - bezahlen, zusätzlich zu den Mahngebühren. Versuche daher unter allen Umständen zu vermeiden, dass es dazu kommt.

Wenn die Sperrandrohung bereits vorhanden ist.

Wenn die Sperrandrohung oder -ankündigung auf deinem Schreibtisch liegt, ist es höchste Zeit! Aber auch dann hast du noch die Möglichkeit, die drohende Sperrung zu verhindern, wenn du deine Stromschulden bezahlst.

Das kannst du tun:

Kontaktiere sofort deinen Stromversorger, sobald du das Geld überwiesen hast. Bei einer Überweisung kann es einen Tag dauern, bis die Zahlung beim Stromversorger ankommt. Am besten schickst du direkt einen Nachweis deiner Überweisung per E-Mail oder Fax. Achte darauf, dass er einen Nachweis enthält, dass die Überweisung tatsächlich ausgeführt wurde, z. B. einen Stempel der Bank "Auftrag ausgeführt".

Auf Nummer sicher gehst du, wenn du deine Stromschulden bei deinem Stromanbieter vor Ort bar bezahlst. Die meisten Stadtwerke z. B. haben ein Kundencenter, in dem eine Bareinzahlung möglich ist.

Falls dein Stromversorger kein Kundencenter hat, kannst du das Geld auch in einer Bankfiliale bar einzahlen. Manche Banken verlangen dafür jedoch eine Gebühr.

Vermeidung von Stromschulden

Der einfachste Weg, einen Stromausfall zu vermeiden, ist, gar nicht erst in die Situation zu kommen, dass du deine Rechnung nicht bezahlen kannst. Mit diesen Tipps kannst du Stromschulden vermeiden:

  • Sieh dir deine Einnahmen und Ausgaben für jeden Monat in einem Haushaltsbuch an. Anstelle eines klassischen Haushaltsbuchs kannst du natürlich auch eine Haushalts-App verwenden.
  • Trage genau den Betrag ein, den du monatlich für Miete, Nebenkosten, Strom, Versicherungen usw. benötigst.
  • Prüfe, dass deine Ausgaben deine Einnahmen nicht übersteigen.
  • Schau dir regelmäßig deine Zählerstände an, um einen Überblick über deinen Verbrauch zu behalten.
  • Versuche, Energie zu sparen, indem du sie effizienter nutzt.
  • Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, das eine oder andere Gerät zu ersetzen.
  • Prüfe, ob du Anspruch auf staatliche Hilfen wie Wohngeld, Grundsicherung oder Ähnliches hast.
  • Bitte das Jobcenter oder das Sozialamt, deine Kürzungen direkt an den Energieversorger zu überweisen. Dazu kannst du einen formlosen Antrag direkt bei der jeweiligen Behörde stellen. So kannst du sicher sein, dass deine Abzüge pünktlich und zuverlässig ausgezahlt werden.

Mit dem Prepaid-Strom von EnergieRevolte bist du auf der sicheren Seite. Indem du deinen Strom bezahlst, bevor du ihn verbrauchst, vermeidest du Stromschulden. Das schützt dich vor hohen Zusatzkosten. Prepaid-Strom bietet dir außerdem viele weitere Vorteile

So funktioniert´s